18. November 2020

5G-Netz - Schnelles mobiles Internet

5G wird Maßstäbe setzen und vieles verändern. In den ersten Regionen ist das High-Speed-Internet schon verfügbar.

5G - mobiles Internet der Zukunft

Um die immer größere Datenflut zu verarbeiten, sind erhebliche Anstrengungen beim Netzausbau nötig. Als Nachfolger von 4G verspricht 5G mehr Leistung, höhere Geschwindigkeiten und kurze Latenzen (Verzögerungen bei der Datenübertragung).

Im Juni 2019 wurden die begehrten 5G-Frequenzen versteigert. Nun ist das 5G-Netz bereits in einigen Regionen verfügbar. Auch zahlreiche Smartphone-Hersteller haben mittlerweile 5G-Smartphones auf dem Markt. Wann der neue Mobilfunkstandard flächendeckend in Deutschland verfügbar ist, ist aber unklar.

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5G ist da – und jetzt?

Im Juni 2019 versteigerte die Bundesnetzagentur die 5G-Netz-Frequenzen für insgesamt 6,5 Milliarden Euro. Netzbetreiber und Mobilfunk-Provider wie Telekom, Vodafone, Telefónica (O2) und 1&1 Drillisch erhielten den Zuschlag und teilen die Frequenzen untereinander auf. Das Wettrüsten begann.

Um 5G flächendeckend bereitzustellen, sind erhebliche finanzielle und infrastrukturelle Anstrengungen von Seiten der Netzbetreiber nötig. Immerhin soll der neue Mobilfunkstandard Expertenschätzungen zufolge weltweit bis zu 100 Milliarden Geräte vernetzen.

Viele Länder sind in Sachen 5G-Netz bereits besser aufgestellt als Deutschland. Als erstes Land verkündete das – freilich sehr kleine – Fürstentum Monaco, sein 5G-Netz flächendeckend ausgebaut zu haben.

Hierzulande sind Investitionen von mehreren Milliarden Euro notwendig, um die Infrastruktur für ein 5G-Netz aufzubauen. Damit der Umstieg von LTE auf 5G überhaupt gelingt, müssen zahlreiche Mobilfunkmasten modernisiert und noch mehr neue errichtet werden.

Da 5G-Sendemasten eine geringere Reichweite als ihre Vorgänger haben, werden die Funkzellen kleiner und es gibt mehr von ihnen. Eine Funkzelle ist das jeweilige Gebiet, dem ein Sendemast zugeordnet ist.

Kleinere Funkzellen bedeuten tendenziell, dass sich weniger Geräte in einer einzelnen Funkzelle befinden. Das Netz ist folglich belastbarer und bietet eine deutlich bessere Leistung.

Der Fahrplan für 5G

Bis Ende 2019 gab die Telekom die ersten 5G-Netze an ausgewählten Standorten testweise für Kunden frei. Zunächst kamen vor allem Großstädte wie Berlin, Bonn, Köln, Düsseldorf, Dortmund, Hamburg, München, Leipzig und Darmstadt in den Genuss des High-Speed-Internets. Doch auch im ländlichen Raum wurde 5G zum Beispiel von Vodafone von Anfang an als DSL-Alternative eingesetzt.

Ab 2020 sollte der 5G-Netzausbau in Deutschland dann so richtig in Schwung kommen. Die 20 größten Städte sollten bis Ende 2020 mit 5G versorgt sein. Für optimistische Kunden stellte das Telekommunikationsunternehmen auf Anfrage schon in 2019 erste 5G-Tarife bereit – mit passendem 5G-fähigen Smartphone.

Aktuell ist der schnelle Mobilfunkstandard aber noch längst nicht großflächig ausgebaut. Das deutsche 5G-Netz steckt zwar nicht mehr in den Kinderschuhen, hat aber bestenfalls das Teenageralter erreicht. Das hat u. a. diese Gründe: Die Basisstationen sind vergleichsweise teuer. Zudem hat Deutschland in Europa die längsten Genehmigungsverfahren für Antennenstandorte.

Zudem haben 5G-Stationen eine geringe Sendereichweite. Wer darauf hoffte, bis Ende 2020 mit dem neuen Standard surfen und streamen zu können, kommt nur in Großstädten und einigen ländlichen Regionen auf seine Kosten. Auf eine lückenlose, großflächige Abdeckung müssen wir wohl noch etwas warten.

Alternativ – oder wenn du dich in einem 5G-Netz-Loch befindest – bleibt LTE der zweitschnellste Mobilfunkstandard, der uns praktisch als „Lückenfüller“ auch noch einige Zeit begleiten wird. Und wenn du noch nicht so recht an die 5G-Revolution glauben magst, findest du bei uns zum Beispiel attraktive Telekom-Tarife mit Handy – und LTE – zu Top-Konditionen.

Nach 4G kommt 5G: Warum der neue Standard kommen muss

Die Einführung von 5G als Mobilfunkstandard ist unausweichlich. Das Ziel lautet, mit dem neuen Standard mobiles Internet mit Übertragungsraten von bis zu 10 Gbit/s bereitzustellen. Damit wäre das 5G-Netz rund 10- bis 100-mal schneller als 4G.

Beachtliche Werte verspricht 5G auch im Bereich der Latenz: So soll der Mobilfunkstandard der fünften Generation einen Ping von 1 Millisekunde ermöglichen, was de facto Echtzeitkommunikation bedeutet. Zum Vergleich: Die Reaktionszeit von 4G liegt ungefähr bei 20 bis 80 Millisekunden.

Warum ein leistungsfähigeres und schnelleres Netz nötig ist, bedarf kaum einer Erklärung: Schließlich ist die Datenmenge, der das Mobilfunknetz standhalten muss, seit Einführung des mobilen Internets rasant gestiegen – und ein Ende des Wachstums ist nicht absehbar. Vielmehr lassen internetfähige Geräte wie Wearables und Smart Home Devices die Menge an Daten immer weiter steigen:

Infografik: Gute Gründe für den mobilen Netzausbau | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Auf lange Sicht lassen sich die riesigen Datenmengen nur dank besserer und schnellerer Netztechniken verarbeiten.

Was bringt der neue Mobilfunkstandard?

Wer sich mit 5G beschäftigt, stößt schnell auf das Schlagwort Internet of Things (IoT). Als „Internet der Dinge“ bezeichnet man internetfähige Maschinen und Gegenstände, die sich miteinander vernetzen lassen und die kommunizieren können.

Experten gehen davon aus, dass das IoT die Arbeits- und Lebenswelt der Menschen verändern wird. Das Hauptaugenmerk richtet sich dabei auf die annähernde Echtzeitkommunikation, die 5G ermöglichen soll. So könnte das High-Speed-Internet folgende Bereiche nachhaltig beeinflussen:

  • Industrie 4.0: Chips und Sensoren in Maschinen sollen eine zuverlässige Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M) ermöglichen. Auf diese Weise lassen sich Arbeitsprozesse optimieren und wertvolle Ressourcen sparen.
  • Smart Living: Smart-Home-Geräte werden immer beliebter und werden mit 5G als Mobilfunkstandard wohl auf noch mehr Interesse stoßen. Echtzeitkommunikation und hohe Übertragungsraten sollen das Wohnen in Zukunft noch komfortabler machen.
  • Autonomes Fahren: Die Möglichkeiten im Bereich des autonomen Fahrens stoßen sowohl in der Industrie als auch bei Verbrauchern auf Interesse. An Autobahnen, Bundesstraßen und Landstraßen muss die Infrastruktur, die eine adäquate Echtzeitkommunikation ermöglicht, noch entstehen.

5G-Smartphones

Auch wenn ein flächendeckendes 5G-Netz noch Zukunftsmusik ist, hindert das die großen Smartphone-Hersteller nicht daran, schon jetzt mit einer beeindruckenden 5G-Flotte auf den Markt zu strömen – frei nach dem Motto: „In ist, wer’s als Erstes hat!“ Hier findest du eine kleine Auswahl der bisher erhältlichen 5G-Smartphones im Überblick:

Vielleicht ist ja das passende Modell für dich dabei? Oder du hast deinen Favoriten schon in der Hand und suchst noch einen passenden Vertrag? Kein Problem! Unsere Handytarife ohne Handy funktionieren auch mit einem 5G-Smartphone.

Fazit zum 5G-Netz

  • 5G verspricht Datenübertragungsraten von bis zu 10 Gbit/s sowie geringe Latenzen.
  • Seit Versteigerung der deutschen 5G-Frequenzen im Juni 2019 geht der Netzausbau langsam, aber sicher voran. In immer mehr Städten und ländlichen Regionen kannst du den schnellen Standard nutzen, musst aber noch eine Weile mit Netzlücken rechnen.
  • Viele Smartphone-Hersteller bieten bereits tolle 5G-Modelle an.
  • Wenn Milliarden Geräte und Maschinen weltweit vernetzt werden, wird das „Internet of Things“ mehr und mehr zur Realität.

Foto: ©Shutterstock/Rocco Herrmann

Mia

Mia fragt immer als erste, was das neue Smartphone außer Telefonieren, Fotografieren und Musikabspielen noch kann. Gut so. Mehr als neue Technik und das Internet liebt Mia nur ihren kleinen Sohn.

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